„Komplexe Probleme schnell lösen und neue Ideen entwickeln!“

Das Design Thinking ist eine kundenorientierte und iterative Methode. Mit dieser Methode gelingt es unter Abwägung von Wirtschaftlichkeit, Machbarkeit und Erwünschtheit eine gute Lösung zu entwickeln. Wir haben am 11. Februar selber an einem Design Thinking Workshop teilgenommen und gelernt, wie man diese Methode anwendet, um Probleme anzugehen und zu lösen. Im folgenden Blog-Beitrag erfahrt ihr die Grundzüge des Design Thinking und was es mit den sechs Phasen der Design Thinking Methode auf sich hat, die wir im Laufe unseres Workshops sowohl theoretisch als auch praktisch kennenlernen durften.

 

Die drei Erfolgsfaktoren des Design Thinking

Um innovative Antworten auf komplexe Fragestellungen zu erhalten ist am besten ein heterogenes Team aus fünf bis sieben Personen. Unterschiedliche fachliche Hintergründe und Funktionen, sowie Neugier und Offenheit für neue Perspektiven sind das Fundament der kreativen Arbeitskultur Design Thinking. Ideen entfalten sich am besten in einer freien und flexiblen Arbeitsumgebung, daher ist eine variable Raumgestaltung sehr wichtig beim Design Thinking. Offene Räume mit flexibel bewegbaren Möbeln, Platz für Whiteboards und Präsentationsflächen sind Grundlage hierfür. Das Wichtigste beim Design Thinking ist aber der Design Thinking Prozess.

 

Design Thinking Prozess

Der Design Thinking Prozess ist Kern der Design Thinking Methode und besteht meistens aus sechs Phasen. Während des Prozesses durchläuft man den Problemraum und den Lösungsraum:

Phase 1: Verstehen
Im ersten Schritt wird die Ausgangssituation definiert, damit alle beteiligten Personen ein gemeinsames Verständnis haben. Ziel der ersten Phase ist die Definition der Problemstellung und eine Absteckung des Lösungsraums. Ein gemeinsames Problemverständnis ist das Fundament für das weitere Vorgehen.

Phase 2: Beobachten

In dieser Phase steht im Vordergrund, die Bedürfnisse und Prioritäten deiner Kunden zu analysieren und zu verstehen. Das heißt, man ist vor allem Beobachter und Zuhörer und versucht herauszufinden, welche der Annahmen und Gedanken sich aus der vorherigen Phase bestätigen.

Phase 3: Definieren
In der dritten Phase werden die beiden vorherigen Schritte zusammengefügt. Das Ziel ist, auf Basis der gesammelten Annahmen und Beobachtungen einen konzeptionellen Rahmen zu entwickeln, der den Lösungsraum absteckt und der deinen idealen Kunden definiert.

Phase 4: Ideen finden

Bei diesem Schritt werden Ideen entwickelt, um das Problem der definierten Zielgruppe zu lösen. Dabei werden zuerst Ideen ohne Bewertung gesammelt und im darauffolgenden werden diese dann bewertet und priorisiert.

Phase 5: Prototypen

In der fünften Phase ist vor allem Kreativität und handwerkliches Geschick gefragt. Bei der Materialauswahl des Prototyps sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, wichtig ist nur, dass der Prototyp dem Kunden die Chance gibt sich in die Lösung hineinversetzen zu können.

Phase 6: Testen

In der letzten Phase wird der Prototyp dem Kunden präsentiert. Davor solltest du allerdings Annahmen und Erwartungen formulieren, unter welchen Voraussetzungen der Prototyp als Erfolg gewertet werden kann. Das wichtigste Ziel in dieser Phase ist, Feedback von ein oder mehreren Kunden zu bekommen.

Nach der 6. Phase schließt sich der Kreis der Design Thinking Methode. Entweder man springt von hier aus wieder zum Anfang zurück, weil man wichtige Erkenntnisse erst in der letzten Phase gewonnen hast oder aber es reichen kleine Änderungen aus, um die Lösung erfolgreich umzusetzen.


Wo kann man Design Thinking anwenden?

Durch sein strukturiertes Vorgehensmodell für unterschiedlichste Fragestellungen und Problembereiche findet Design Thinking in vielen Bereichen Anwendung. Man kann Design Thinking direkt begleitend in der Praxis umsetzten oder so wie wir Design Thinking in einem Workshop kennenlernen.